Wie Risiko und Rendite zusammenhängen

geld-zahnrad

Bei Risiko und Rendite geht es um die Schwankungen der Anlage, denn die Volatilitäten damit und die Drawdowns zu reduzieren, ist das schwierigste Element im Systementwicklungsprozess. Kommen wir auf einige Fakten zu sprechen, die Risiko und Rendite nachhaltig beeinflussen.

Risiko und Rendite in Zusammenhang mit falscher Systemwahl

Reversionssysteme kaufen Aktien, die stark gefallen sind. Diese Systeme greifen bewusst ins fallende Messer. Damit hat man die höchsten Renditechancen in dieser Anlageklasse, aber man hat auch die höchsten Schwankungen. Sie können jetzt noch so viel an den Regeln herumschrauben, ein Reversionssystem ist und bleibt volatil.

Risiko und Rendite in Zusammenhang mit Hedging

Wir kennen (leider) kaum einen privaten Anleger, der sein System vernünftig absichert/hedgt.  Hedging kostet in den meisten Marktphasen Performance. Hedging bindet auch Kapital (es sei denn, sie verwenden einen Future – dafür ist aber das Konto der meisten privaten Trader zu klein). Alternativ bleibt ein ETF für die Absicherung, wobei man den Hedge auch über den zur Verfügung gestellten Hebel des Brokers „spielen“ könnte. Ein gutes Hedging reduziert jedenfalls das Gesamtrisiko enorm, natürlich auf Kosten der Performance.

Was taugt eigentlich ein Short System als Hedge? Ein Short System ist kein Hedging. Short Systeme kann man beimischen, um die Equity-Kurve etwas zu glätten. Doch sie bringen keine Minimierung des Risikos – und keine Verbesserung der Gesamt-Renditen. Und noch dazu funktionieren sie bei Aktien mehr schlecht als recht.

Risiko und Rendite in Zusammenhang Break Out oder Trendfolge Modellen

In diesem Bereich wären eigentlich all jene gut aufgehoben, die moderat performante Systeme mit weniger Risiko suchen. Denn die Natur der Modelle ist anders als bei Reversionssystemen. Man kann sich zwar auch hier kurzfristig positionieren (Break Outs mit Haltedauer 1 Tag machen durchaus Sinn) und solche Systeme sind deutlich weniger volatil. Denn man kauft einfach andere Aktien (als bei Reversionssystemen) und es ist statistisch gesehen ein ganz anderes Marktverhalten, dass man handelt, weil die Werte die man kauft, innere Stärke besitzen. Der Nachteil dieser Systeme: die Performance ist deutlich schwächer.

Und ob es bei Aktien Sinn macht, Trendfolger oder Break Outs als Kern System (also als „Hauptsystem“) anzuwenden, ist zu bezweifeln. Denn je länger Sie positioniert bleiben, desto weniger Gültigkeit besitzt Ihr Entry Signal und um so wichtiger wird der Verlauf des Gesamtmarktes oder des Sektors, in dem Sie positioniert sind.

Abschließend sei gesagt, dass man auch Reversionssysteme so einstellen kann, dass sie – für reine Aktien Anlagen – relativ wenig Risiko beinhalten.

Risiko und Rendite – das Fazit

Worauf schaut ein (privater) Anleger als erstes? Auf die Rendite. Und dann werden Handelssysteme als „schlecht“ eingestuft, die die Märkte nicht schlagen. Aber vielleicht sollte man sich die Frage stellen, ob die Systeme überhaupt darauf ausgelegt sind, die Märkte zu schlagen. Wo wir beim Risiko angelangt sind. Hier zeigen institutionelle Anleger und Großanleger viel mehr Weitsicht als Privatanleger. Dem können die Renditen ja oft nicht hoch genug sein. Nur um dann im ersten Drawdown das Handtuch zu werfen. Überlegen Sie gut, ob Sie die Begriffe Risiko und Rendite wirklich verstanden haben. Denn das eine gibt es nicht ohne das andere. Auch bei moomoc nicht.

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