Was ist ein Robo Advisor? Worauf müssen sie achten?

Robo Advisor Money

Robo Advisor – die Begriffsdefinition

Robo Advisor ist ein Begriff aus dem angloamerikanischen Sprachraum. Er setzt sich aus den Wörtern „Robo“ (Kurzform für Roboter – steht für automatisiert) und „Advisor“ (steht für Berater) zusammen.

Ein Robo Advisor ist also ein Finanzdienstleister, der Dank der heute vorhandenen Technik viele Prozesse automatisiert und sein Geschäft vorwiegend über das Internet – also online – betreibt.

Aber das ist nicht alles. Lesen Sie weiter!

Seit einigen Jahren taucht auch im deutschen Sprachraum vermehrt ein neuer Begriff in der Finanzindustrie auf: Robo Advisor. Was ist ein Robo Advisor, wie funktioniert Robo Advisory und was tut ein Anlage Roboter überhaupt? Dieser Beitrag beantwortet all diese Fragen kompakt und auf den Punkt gebracht.

Wie funktioniert ein Robo Advisor?

Die Anlageroboter versprechen einfache und transparente Geldanlage. Der Kunde kann sich auf der Homepage des jeweiligen Anbieters registrieren, sich anhand seines Risikoprofils (Renditeerwartung, Anlagehorizont, Anlagedauer, Risikoaversion) einen Produktvorschlag zusammenstellen lassen und bei Gefallen diesen dann online beantragen (Onboarding).

Fintech Robo AdvisorHat man sich für einen Anbieter und einen Anlagemix entschieden, wird die Portfolioverwaltung ebenso computergestützt, also anhand von Algorithmen ausgeführt. Natürlich werden diese vollautomatischen Prozesse von Menschen überwacht, aber die Handelslogiken und die tägliche Umsetzung sowie das Risikomanagement wird an einen Roboter ausgelagert. Dies bietet, wie wir später sehen werden, zahlreiche Vorteile für den Anleger.

Persönliche Beratung wird nicht oder nur ab einem höheren Mindestinvestment angeboten, wobei die Robo Advisor natürlich über einen Kundendienst verfügen, an den sich der Anleger bei Fragen aller Art wenden kann.

Ist mein Geld bei einem Robo Advisor sicher?

Ja. Wobei man bei der Antwort ein wenig ausholen muss, denn das Thema Sicherheit hat mehrere Aspekte.

Zunächst ist festzuhalten, dass es sich bei den meisten Robo Advisern um noch verhältnismäßig junge Fintech Startup Unternehmen handelt. Zwar entwickeln auch immer mehr etablierte Banken und Finanzdienstleister ihre eigenen Anlage Roboter, aber ein Robo Advisor Vergleich zeigt, dass die etablierten Unternehmen Schwierigkeiten haben, mit den innovativen Jungunternehmen Schritt zu halten.

Doch die Tatsache, dass es sich bei den meisten Firmen noch um relativ junge Unternehmen handelt, ist weniger relevant als man zunächst denken mag, denn was zählt ist einzig die Expertise der handelnden Personen und auch bei Jungunternehmen arbeiten echte Finanzprofis mit jahrzehntelanger Erfahrung.

Limit 100.000 EUR

Daher gilt es viel eher die Frage zu klären, bei welcher Bank mein Geld, das ich dem Robo Advisor für meine Geldanlage anvertraue, liegt. 

An dieser Stelle sei erwähnt, dass alle Unternehmen im deutschen Sprachraum (sieht man von den Banken Robo Advisor ab) die Kundengelder nicht selbst entgegennehmen sondern diese etablierten Banken anvertrauen. Daher greift bei den meisten Anbietern auch die gesetzliche Einlagensicherung, die in der gesamten EU bei 100.000 Euro liegt.

500.000 USD abgesichertBei manchen Anbieter geht der Einlagenschutz aber noch darüber hinaus, nämlich dann, wenn Banken- oder Brokerpartner aus Ländern zum Einsatz kommen, die über eine noch höhere gesetzliche Einlagensicherung als die EU verfügen, wie es beispielsweise bei moomoc mit Interactive Brokers (USA) der Fall ist. Dort gelten Kundendepots bis zu einem Betrag von 500.000 USD abgesichert. Mehr Infos dazu finden sie auf den Seiten der jeweiligen Anbieter.

Weiterhin sind die Produkte (Fonds, Aktien oder ETFs), die für den Kunden gekauft werden, als sogenanntes „Sondervermögen“ einzustufen.

Im Falle einer Insolvenz des Robo Advisor oder der Bank ist somit gewährleistet, das der Kunde keinen Nachteil erleidet und das das hart angesparte Geld nicht verloren geht.

Rendite Robo AdvisorDas Thema Sicherheit hat aber noch eine zweite Komponente. Nämlich die Frage nach der Renditeentwicklung. Was nützt mir eine hohe Einlagensicherung, wenn die Renditeversprechen der Geldanlage Roboter nicht erfüllt werden? Ja mehr noch, was hilft mir die Tatsache, dass meine Anlagen als Sondervermögen eingestuft sind, wenn die zur Anwendung kommenden Anlagestrategien Verluste produzieren? In diesem Fall greift die gesetzliche Einlagensicherung natürlich nicht, denn diese hilft nur bei Insolvenzen der Vertragspartner.

Daher heißt es für den Anleger genau hinzusehen, wie sich die Renditen bei den einzelnen Anbietern bisher entwickelt haben.

Ist die historische Entwicklung eine Garantie für zukünftige Entwicklungen? Natürlich nicht – aber worauf soll man sich sonst verlassen und ein guter Anhaltspunkt sind vergangene Renditen allemal, um ein Gefühl für die Fachkompetenz des Robo Advisor zu erhalten.

Welche Produkte kommen bei einem Robo Advisor zum Einsatz?

Die meisten Anbieter setzen auf Fonds oder auf sogenannte ETFs, also auf börsengehandelte Indexfonds. Es gibt aber auch Anlageroboter, die direkt in Einzelaktien investieren und die sich damit deutlich von den Mitbewerbern abheben.

ETF Exchange Traded Funds

Mehr dazu etwas später…

Für wen eignet sich Robo Advisor Investing?

So gut wie alle Anbieter werben damit, die Geldanlage zu revolutionieren und jedem Anleger auch ohne Vorkenntnisse offen zu stehen. 

Ist dem wirklich so? 

Ein Blick auf die Robo Advisor Landschaft zeigt, dass diese Aussage – mit kleinen Abstrichen – tatsächlich zutrifft. Doch auch hier gilt es zwei Aspekte zu beleuchten.

Zum einen ist die Frage zu klären, ob es eine Mindestanlagesumme gibt ob einem deswegen vielleicht der Weg zu einer vollelektronischen Geldanlage verwehrt bleibt. Die Antwort lautet in den meisten Fällen: ja – es gibt Mindestanlagesummen. Während sich bei manchen Anbieter die Türen bereits ab 500 Euro für den Anleger öffnen, liegen bei den meisten Anbietern die Hürden doch deutlich höher. Oft sind es 5.000 oder 10.000 Euro, manchmal auch 25.000 oder sogar 100.000 Euro, die man mitbringen muss. Hier hilft nur ein Blick auf die jeweiligen Richtlinien der Unternehmen.

Eine andere Tatsache sollte bei der Eignung aber auch noch angesprochen werden: die Usability. Also die Einfachheit der Beantragung. Wir widmen dem Beantragungsprozess, dem sogenannten Onboarding, später noch einen eigenen Punkt, aber hier sei vorerst nur gesagt, dass Sie grundsätzlich kein „Tech Geek“ oder „IT Guru“ sein müssen, um das Angebot der Robo Advisor zu nutzen. 

Onboarding

Die Applikationen sind durchwegs sehr Userfreundlich aufgebaut und die gestellten Fragen sind selbsterklärend. Natürlich müssen Sie grundsätzlich mit einem Computer umgehen können, aber das scheint ja gewährleistet, denn sonst würden Sie diesen Beitrag hier nicht lesen. Aber sobald Sie die IT Grundlagen drauf haben und sicher im Netz surfen können, steht Ihnen die Dienstleistung eines Anlageroboters offen.

Wie funktioniert die Beantragung?

Wie vorhin bereits erwähnt ist das Onboarding bei allen Unternehmen sehr einfach gehalten. Trotzdem sind die gesetzlichen Anforderungen in Zeiten von Mifid 2 oder der DSGVO hoch, was eine gewisse Komplexität der einzelnen Schritte verursacht.

Zum Beispiel schreibt die Gesetzeslage dem Robo Advisor vor, dass er Ihnen erst dann einen verbindlichen Produktvorschlag machen darf, wenn er – in Kurzform ausgedrückt – Ihren finanziellen Background kennt. Das ist grundsätzlich lobenswert und dient dem Anlegerschutz. Aber welcher Kunde ist bereit, sich, ohne das er das Produkt gesehen hat, zur Beantwortung von zahlreichen Fragen zur Verfügung stellt, die darüber hinaus sehr persönlich sind (sein müssen). Sie gehen ja auch nicht in ein Geschäft und möchten etwas kaufen, das sie nicht kennen oder nicht gesehen haben und beantworten dem Verkäufer dutzende Fragen vorab.

Wie wird also dieses Problem gelöst? Meist so, in dem die Anbieter ohne Registrierung einen unverbindlichen und anonymen Produktvorschlag zur Verfügung stellen, diesen aber bewusst vom eigentlichen Onboarding trennen.

Ein Unterschied in der Beantragung liegt dann meist noch beim Signieren der Verträge und bei der Feststellung der Identität. Denn es muss natürlich gewährleistet sein, dass derjenige, der den Antrag stellt auch tatsächlich die Person ist, für die er sich ausgibt.

Web ID

Zur Feststellung der Identität eignen sich entweder Post Ident Verfahren oder online ID Dienstleister. Zweiteres ist natürlich praktischer, denn der aufwändige Weg zur Post oder Bank ist damit Geschichte. Um der Feststellung der Identität den Vertrag letztlich final zu signieren bleiben ebenso zwei Wege. 

Der klassische – also die Unterschrift auf Papier oder der moderne, die elektronische Signatur. Zweiteres ist mit Sicherheit die Zukunft, doch die meisten Anbieter schicken immer noch ein Konvolut an PDF Dokumenten an den Kunden, der diese dann ausdruckt, unterschreibt, gescannt oder per Post an den Robo Advisor retouniert. Nur wenige bankenunabhängige Anbieter wie zum Beispiel moomoc schaffen derzeit einen 100% digitalen und damit papierlosen Onboarding Prozess.

Wie sieht es in Sachen Transparenz aus?

Transparenz hat mehrere Gesichter. Das beginnt bei der Produkt- oder Renditedarstellung. Nicht alle Robo Advisor zeigen so wie moomoc tagesaktuell die neuesten Renditekennzahlen. Doch genau das ist ein entscheidender Punkt, denn bevor man sein hart verdientes Geld jemanden anvertraut muss man doch erst wissen, ob diese Person ihr Handwerk überhaupt versteht.

Transparenz ist auch hinsichtlich der veranschlagten Gebühren wichtig. Genau in diesem Punkt arbeiten aber alle Anbieter sehr fair und weisen exakt aus, welche Belastung auf Sie als Kunde zukommt und was Sie wofür bezahlen.

Transparenz bedeutet aber auch, über die aktuelle Entwicklung jederzeit informiert zu sein, wenn man bereits Kunde geworden ist. Welche ETFs oder Aktien haben ich gerade in meinem Depot? Wie sieht meine aktuelle Rendite aus? Wie viel Geld habe ich am Konto? Kann ich mir selbst meine Depotreports downloaden, wenn ich Einsicht nehmen möchte und vieles mehr.

Transparenz hat aber auch seine Grenzen. Jedes Unternehmen hat Geschäftsgeheimnisse. Bei einem Robo Advisor sind das seine Anlage Logiken (die Algorithmen). 

Das ist auch logisch, denn kein Fondsmanager der Welt verrät exakt, nach welchen Kriterien er entscheidet. Denn sonst würde er sich selbst und sein Geschäftsmodell ad absurdum führen. 

Oder anders formuliert: auch Coca Cola schütz sein Rezept seit mehr als 100 Jahren strengstens. Warum wohl?

Wie werden die Anlageroboter kontrolliert?

Finanzdienstleistungen sind in der gesamten EU (inkl. Schweiz) streng reguliert. Alle Robo Advisor sind entweder Finanzportfolio Verwalter und Finanzportfolio Vermittler. In jedem Fall ist jedenfalls gewährleistet, dass die jeweiligen Finanzaufsichten der einzelnen Länder ein genaues Auge auf die Geldanlage Roboter haben und dass diese Ihre Dienste nur dann anbieten dürfen, wenn die handelnden Personen über die entsprechende Erfahrung verfügen und ihr Handwerk verstehen.

Gibt es bei den Anlage Robotern Mindestveranlagungszeiten?

Nein. Eine gewisse Mindestanlagedauer wird lediglich empfohlen. Der vorgeschlagene Anlage-Zeitraum liegt meist bei zumindest fünf Jahren, manchmal ist er etwas länger. Wenn Sie weniger als ein Jahr lang veranlagen möchten, sollten Sie jedenfalls keinen Robo Advisor nutzen sondern Taggeldkonten und Sparbücher ins Auge fassen.

Ist ein Produktwechsel bei einem Robo Advisor mit Kosten verbunden?

Im Regelfall nein. Uns ist kein Anbieter bekannt, der dafür Gebühren veranschlagt. Trotzdem warnen wir davor, zu häufig in die Anlage einzugreifen und den Anlagemix zu verändern. Sonst laufen Sie Gefahr, ständig der aktuellen Tendenz hinterherzulaufen.

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Wie schnell kann ich mir bei einem Robo Advisor mein Geld auszahlen lassen?

Bei allen Anbietern können die Investments in wenigen Tagen aufgelöst werden. Es ist uns kein Fall bekannt, bei dem es zu wesentlichen Verzögerungen gekommen wäre. Die Robo Advisor benötigen deshalb einige Handelstage um Ihr Investment aufzulösen, weil in den meisten Fällen offene Positionen aufgelöst und unter Umständen Fremdwährungspositionen zurück in Ihre Basiswährung konvertiert werden müssen. Dies ist unter anderem auch von geöffneten Börsen und deren Handelszeiten abhängig.

Welche und wie viele Strategien werden bei den einzelnen Robo Advisern angeboten?

Während manche Anbieter nur 3 oder 5 Strategien anbieten, setzen manche auf Vielfalt und stellen bis zu knapp 30 Produkte zur Verfügung. Nicht die Anzahl der angebotenen Strategien ist jedoch entscheidend sondern in erster Linie die Qualität und in zweiter Linie das Merkmal, wie stark sich die Produkte voneinander unterscheiden und welcher Produktmix sich daraus ableiten lässt.

Sie sehen oben eine Korrelationsmatrix der moomoc Anlagestrategien. Die vereinfachte Erklärung dazu: je dunkler die Kachel, desto ähnlicher sind die Produkte. Sie sehen, dass die dunklen Kacheln selten sind, was ein gutes Zeichen ist.

Auch wenn manche Robo Advisor also mit vielen Anlage- Riskoklassen oder Strategien (bedeutet alles im wesentlichen das gleiche) werben, muss man darauf achten, ob die angebotenen Produkte wirklich von einander abweichen oder ob nicht bloß eine einzige Basis Strategie Logik eingesetzt wird, die dann mit unterschiedlichen Verteilungen auf verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe etc) aufgesplittet wird.

Warum das wichtig ist liegt auf der Hand. Die Börsen bewegen sich in Zyklen und verhalten sich nicht immer gleich. Hat ein Robo Advisor nur eine Basis Strategie im Angebot, die er dann mit Hilfe von verschiedenen Algorithmen auf mehrere Anlageklassen verteilt, so läuft man Gefahr, dass man eine sehr holprige Entwicklung erlebt. 

Dass also der Kontostand in machen Marktphasen deutlich sinkt, weil die Basisstrategie zum aktuellen Marktumfeld gerade nicht passt.

Man erkennt recht einfach, ob wirklich unterschiedliche Strategien zur Anwendung kommen oder ob man nur eine einzige Strategie nutzt: an der Ähnlichkeit der erzielten Renditen eines Anbieters. Wenn die Renditekurven der angebotenen Produkte stark korreliert (also sehr ähnlich sind) liegt der Verdacht nahe, dass nur ein Basisregelwerk vorhanden ist. Man kann diesen Vergleich auch Anlageroboter-Übergreifend durchführen. 

Ein Echtgeld-Test von Brokervergleich.de, in dem unglücklicherweise nicht alle Anbieter lückenlos vertreten sind, scheint diese Aussage, dass alle Anbieter mit ähnlichen Methodiken arbeite, leider zu bestätigen. Man sieht nämlich sehr schön, dass die Performance fast aller Anbieter nahezu ident ist oder zumindest stark im Einklang verläuft. Dies legt eben leider den Verdacht nahe, dass die angebotenen Strategien alle doch auf sehr ähnlichen Logiken beruhen, was die Auswahl für den Anleger nicht gerade einfacher macht.

Welche Kosten fallen bei einer Geldanlage Robotern an?

Mangels Unterscheidung hinsichtlich der angewendeten Produkte, wie vor vorhin gesehen haben und was durchaus als Kritik zu verstehen ist, wird der Wettbewerb also meist über den Preis oder das Image geführt. Hier unterbieten sich die Anbieter mangels Alleinstellungsmerkmal beinahe täglich mit günstigen Angeboten. Die Preisspanne liegt dabei von kostenlosen Angeboten bei kleineren Investments bis zu höherpreisigen Angeboten für individuelle Produktanbieter.

Zur Anwendung kommen dabei verschiedene Kostenblöcke. Fast alle Robo Advisor verrechnen eine sogenannte Verwaltungs- oder Management Fee, die in der Regel einem Prozentwert des verwaltendem Kapitals entspricht. Darüber hinaus verlangen einige Robo Advisor eine Rendite abhängige Gebühr oder Performance Fee. Dabei ist zu beachten, dass diese Gebühr mit einer sogenannten „High Watermark“ versehen ist. Mehr über die High Watermark erfahren Sie hier: Link >> 

Zu guter Letzt werden noch Spesen für die gehandelten Produkte selbst in Rechnung gestellt, die aber bei allen Anbietern verhältnismäßig gering ausfallen, egal ob Aktien oder ETF zur Anwendung kommen.

Doch sind die Kosten alleine wirklich entscheidend?

Ist es nicht vielmehr wichtig, welche Rendite – nach Abzug aller Kosten – für Sie als Kunde erwirtschaftet wird?


Was nützt mir ein billiges neues Auto mit schöner Farbe, coolem Design und super Technik Ausstattung, wenn das Ding dann maximal 15 Km/h fährt. 

Die Kosten sind natürlich ein entscheidendes Kriterium – aber gemessen werden müssen die Kosten unter dem Strich – also inklusive Berücksichtigung der Renditen

Und hier bietet ein Robo Advisor wie moomoc, der auf Aktien statt auf ETFs setzt, natürlich ein besseres Chance/Risikoverhältnis, auch wenn die Kosten auf den ersten Blick höher sind.

Denn natürlich kann man mit einer geschickten Aktien Auswahl die Märkte schlagen, bei einem ETF hingegen kann man maximal die Performance des Marktes erreichen, sieht man von den Kosten für den ETF selbst ab, die noch in Abzug zu bringen ist.

Werden Robo Advisor klassische Finanzberater überflüssig machen?

Robo Advisor & Financial Advisor

Kurz- und Mittelfristig sicher nicht. Auf lange Sicht sind sich Experten noch uneins, wie sich die Entwicklung darstellen wird. Fakt ist, dass auch heute bereits Hybrid bzw. Mischformen im Robo Advisory angeboten werden, die auf einen Mix aus persönlicher Beratung und Computerunterstützung setzen. 

Fakt ist aber auch, dass Banken und Finanzdienstleister an der Kostenschraube drehen und daher ihre Beratungsleistung nur noch sehr selektiv ihren vermögenden Kunden anbieten. Die Mehrheit der Anleger wird daher am Thema Robo Advisor wohl oder übel nicht mehr vorbeikommen, es sei denn, man nimmt die Geldanlage in die eigenen Hände und beschäftigt sich intensiv mit Börse, Aktien & Co.

Für welchen Robo Advisor soll ich mich nun letztlich entscheiden?

Letztlich kommt es darauf an, welcher Anlage Stil und welche Investment-Philosophie Sie überzeugender finden. 99% der Anbieter setzen auf Fonds/ETFs. Hier sind, wie Sie oben sehen konnten, die Renditen und die Konzepte sehr ident. Das dann zum einen die Entscheidung des Anleger oft anhand des Preises getroffen wird, weil auch die erzielten Erträge ganz nah beieinander liegen, ist naheliegend.

Doch Sie müssen sich im Klaren darüber sein, dass Sie mit ETFs von einer positiven Börsenentwicklung abhängig sind, weil diese Anlagen den Märkten sehr eng folgen. 

Kommt es zu einer Korrektur an den Finanzmärkten, ein Szenario, das man nach vielen Jahren mit gestiegen Notierungen jederzeit auf der Rechnung haben muss oder schlimmer noch, zu einem Crash, müssen Sie damit rechnen, dass auch Ihre Anlage bei einem ETF Robo Advisor deutliche Wertverluste erleiden wird.

Das belegt auch folgende Grafik, die das Abschneiden der Robo Advisor nach der Korrektur der Märkte am Ende des ersten Quartals 2018 zeigt. Bis auf moomoc, das eben einen ganz anderen Anlageansatz verfolgt, worauf wir gleich noch mal zurückkommen, konnte sich kein Anbieter der negativen Börsenentwicklung entziehen.

Robo Bischer
Quelle: Robo Advisor Anbieter Webseiten & eigene Daten

Wenn Sie sich also mit Standardprodukten wie ETFs zufrieden geben, die keineswegs schlecht aber andererseits auch stark limitiert sind, dann sind Sie bei diesen ETF Geldrobotern gut aufgehoben. Der von diesen Robo Advisery Fintechs angebotene Produktmix lässt jedenfalls eine Rendite erwarten, die trotz aller Herausforderungen über den Zinsen eines Sparbuchs liegen sollte.

Wenn Sie eine wirklich individuelle Geldanlage suchen, mit der Sie Ihr Investment von der allgemeinen Börsensentwicklung entkoppeln und so die Chance haben, mehr Renditen zu erwirtschaften und darüber hinaus auch in stürmischen Zeiten ruhig schlafen wollen, ist es besser, sich an einen Robo Advisor zu wenden, der anhand aktives Portfoliomanagement betreibt

Das dieser Anlagestil mit höheren Kosten verbunden ist als ein standardisiertes, passives Basisinvestment anhand von ETFs, liegt auf der Hand.

Letztlich sind, wie bereits vorhin erwähnt, die netto Kosten nicht entscheidend. Sie müssen bedenken, dass vergebene Rendite-Chancen auch als Kosten zu verbuche sind und wenn man sich die Performance unter dem Strich ansieht erkennt man die Überlegenheit des Anlagekonzepts von moomoc, das als einziger Anbieter auf 100% Aktienanlagen setzt und darüber hinaus die Portfolios täglich aktiv managt.

Welche Anbieter stehen mir zur Verfügung?

Wir haben für Sie nachfolgend die wichtigsten Robo Advisor nach Anlagekategorie (Asset Klasse) zusammengefasst.

Fonds und/oder ETFs:

Vaamo (DE), Whitebox (DE), Ginmon (DE), Sutor Bank (DE), Scalable Capital (DE), Visualvest (DE), Growney (DE), Easyfolio (DE), Liquid (DE), Quirion (DE), Fintego (DE), Solidvest (DE), Comdirekt (DE), Savity (AT), Finabro (AT), True Wealth (CH), SaxoSelect (CH), Selma Finance (CH)…

100% Aktien – Aktiv:

moomoc (AT)

Kann ich auch die Anlage Roboter aus dem Ausland nutzen?

Für den EU Raum gilt grundsätzlich der freie Austausch von Dienstleistungen. Trotzdem kommen bei Finanzprodukten besondere Richtlinien zum Tragen. Ob ein Österreischer Robo Advisor also seine Dienstleistung auch in Deutschland und umgekehrt anbieten darf, ist auf den jeweiligen Internet Seiten der Unternehmen zu erfahren. 

Die Erfahrung zeigt, dass ein grenzübergreifender Geschäftsbetrieb im Regelfall praktiziert wird, was für den Kunden auch sicher kein Nachteil ist. Eine Ausnahme bietet hier allerdings die Schweiz, die bekannter Maßen nicht zur EU gehört. Hier dürfen die Anbieter aus der EU nur passiv agieren, das heißt sie dürfen – nach österreichischem Recht – Kunden aus der Schweiz zwar annehmen aber nicht aktiv um sie werben.

Fazit Robo Advisor

Robo Advisor Investing ist im deutschen Sprachraum noch ein relativ neues Thema. Doch ausgehend von den USA startete diese Branche  2008 ihren Siegeszug um den Globus und sie wird die Finanzbranche nachhaltig verändern.

Experten sind noch uneins darüber, ob eine vollelektronischen Vermögensverwaltung die persönliche Beratung zur Gänze ablösen wird oder ob es eine Mischform aus Mensch und Maschine sein wird, die sich letztlich etablieren wird.

Fakt ist, dass die Online Geldanlage, also das Robo Advisory längst im Mainstream angekommen ist und sein Nischendasein aufgegeben hat. In wenigen Jahren wird die Nutzung eines Robo Advisors genau so selbstverständlich sein wie heute Online Banking. Wie sie vorhin sehen konnten, müssen Sie dazu kein Finanz- oder IT Spezialist sein, da die Angebote auf den normalen Internet User abgestimmt sind.

Erfolgreiche Geldanlage war noch nie so einfach und bequem wie heute, doch bei der Entscheidung, welchem Robo Advisor Sie vertrauen kann sie leider kein Roboter unterstützen.

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