24. September​ 2018, Geldanlage mit moomoc; Webinar; 18:00 Uhr ⇒ Infos & Anmeldungen (Hier Klicken) x

Warum das Aussitzen von Verlusten gefährlich ist

New York Stock Exchange

Wenn man an den Börsen sein Geld erfolgreich anlegen will, braucht man dafür einen Plan. Es leuchtet ein, dass ein Plan nur dann sinnvoll ist, wenn er auch funktioniert. moomoc verwendet mehrere solcher Pläne, die als Strategien bezeichnet werden. Alle moomoc Strategien haben etwas gemeinsam: sie funktionieren. Zumindest rückblickend gesehen, denn in die Zukunft kann niemand blicken. Was nun aber gefährlich werden kann ist, von seinem Plan abzuweichen, denn damit entfernt man sich von einem statistisch quantifizierten Ansatz und wendet sich emotional behafteten Einzelentscheidungen zu. Und wie das meist ausgeht, ist allgemein bekannt…

Vor kurzem hatten ein paar Kollegen einen  alten Bekannten getroffen. Er verwaltet ein kleines Family Office mit dem Vermögen seiner Angehörigen. So wie moomoc handelt er Aktien, allerdings verlässt er sich dabei im Gegensatz zu moomoc mehr auf sein Gespür. Die Diskussion mit ihm über die Börse verlief sehr hitzig, wie meist, wenn Menschen mit grundverschiedenen Meinungen aufeinanderprallen und seine Aussagen inspirierten zu diesem Beitrag.

Konkret ging es um ein Börsengeschäft, welches er vor kurzem tätigte. Netflix (Ticker: NFLX) hatte es ihm angetan und vor ein paar Monaten kaufte er besagte Aktie. Doch bald nach dem Kauf kamen Bilanzzahlen und die aktuelle Kennzahlen waren weit schlechter ausgefallen, als es allgemein erwartet wurde. Daher fiel die Aktien deutlich – um gut 15% – und nun war er natürlich beunruhigt.

Dazu sagte er sinngemäß:

So ein Mist. Netflix ist voll abgeschmiert. Sie haben leider die Erwartungen enttäuscht. Nachbörslich 15% minus. Ich bin gespannt, was morgen passiert. Vielleicht kann ich den Schaden eingrenzen. Es sollten nicht mehr als 1.5% meines gesamten Depots sein. Wenn ich Glück habe. Ich habe nicht besonders viele Aktien gekauft, aber immerhin. Schauen wir mal, zur Not sitze ich es aus und bleibe einige Wochen länger positioniert. Beim letzten Mal hat das auch funktioniert…

Die Zeit wird es also schon richten, oder? Eine wichtige Regel an der Börse lautet

Verluste muss man realisieren!

Es gibt einen alten Spruch in den USA. „Wenn Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab.“ Ähnliches gilt auch für tote Aktien. Damit willl niemand Netflix noch deren Geschäftsmodell für tot erklären. Im Gegenteil. Es ist ein tolles Unternehmen und es hat die Fernsehbranche und die TV Gewohnheiten nachhaltig verändert. Aber das „tot“ hat sich in diesem Fall auf das einzelne Börsengeschäft im hier und jetzt bezogen und nicht auf Netflix selbst.

Natürlich ist es korrekt, dass Aktien generell dazu tendieren, zu steigen. Man nennt das im Fachjargon „Long Bias“, also die allgemeine Tendenz für steigende Kurse bei Aktien. Überprüfen kann man diese Tatsache mit simplen Analysen („Backtests“) über die historischen Kursentwicklungen. Es ist dabei immer besser, auf steigende Kurse zu setzen als auf fallende, obwohl die Kurse, wenn es nach unten geht, schneller fallen als steigen. Trotzdem geht’s zum Glück eher nach oben als nach unten (sieht man von temporären Phasen wie Ende Januar, Anfang Februar 2018 ab) und wäre es umgekehrt, wäre etwas mit unserem gesamten Wirtschaftssystem nicht in Ordnung.

Weiterhin ist es auch korrekt, dass man solche Kurseinbrüche („Dips“) kaufen kann. Statistisch gesehen macht das Sinn und bestimmte Pläne (Strategien) setzten genau auf ein solches Verhalten bei Aktien. Diese Strategien nennt man im Fachjargon „Dip Buyer“ und sie funktionieren gut, wenn man weiß, wie man sie konzipiert. Aber die Krux liegt eben im Detail. Nicht jeden Dip kann man kaufen und Dips sitzt man schon gar nicht aus, wenn man einen solchen Wert in sein Depot kauft. Vor allem dann macht das Aussitzen keinen Sinn, wenn man die Aktie aus technisch/statistischen Gründen gekauft hat und mitten in der Haltedauer seine Strategie ändert und sich mit „die Zeit heilt alle Wunden“ tröstet.

Wir kennen die Beweggründe nicht, warum genau dieser Bekannte Netflix gekauft hat. Aber es ist zu vermuten, dass seine Gründe beim Kauf andere waren als jetzt für ihn vorherrschen, um sein Investment zu verlängern. Eines ist jedoch Fakt: wenn moomoc einen statistischen Effekt handelt, der im Mittel (eben aus statistischer Sicht) zu einem Vorteil (zu Gewinnen) führt, dann hat dieser Effekt seine Grenzen. Er verpufft nach wenigen Tagen und daher weisen alle moomoc Handelspläne (Strategien) eine eher kurze Haltedauer auf.

Bei Netflix ist dieser Effekt nun mit Sicherheit verpufft, vor allem, weil die Nachricht, die zu diesem Kurssturz geführt hat, den statistischen Erwartungswert neutralisiert. Einfach ausgedrückt: es gibt keinen Grund mehr – wenn man die Märkte so wie moomoc betrachtet – in dieser Aktie investiert zu bleiben. Es gibt aber gute Gründe, dieses Investment aufzulösen, wie Opportunitätskosten. Man muss sich einfach die Frage stellen, ob es nicht sinnvoller ist, den Verlust zu realisieren und mit dem frei werdenden Geld andere Investmentchancen zu suchen. Niemand hat hat eine Glaskugel. Daher muss man sich Verluste genauso realisieren wie Gewinne. Für beides braucht man eine Strategie, die nachweislich funktioniert.

Ein Einzelereignis kann man nicht zur Regel machen

Vielleicht funktioniert das mit dem Aussitzen ja im Einzelfall, aber als Grund anzuführen, dass es schon einmal funktioniert hat, ist in etwa so, wie wenn man einmal einen schlimmen Autounfall heil überstanden hat und nun argumentiert, dass einem auch der nächste Unfall nichts anhaben wird und man daher ab sofort auf das Anlegen eines Sicherheitsgurtes verzichten kann.

Fakt ist, dass es sich hier erneut zeigt, wie wichtig es ist, mit einem funktionierenden Plan zu arbeiten, so wie es moomoc tut. Es ist keinesfalls ausgeschlossen, dass auch moomoc Investments tätigt, die vereinzelt (herbe) Verluste produzieren. Aus statistischer Sicht ist das sogar in manchen Einzelfällen sogar zu erwarten. Aber um den Schaden gering zu halten, handelt moomoc auch in so einem Fall weiter nach Plan. Ohne Emotionen, ohne Vielleicht. Und ohne darauf zu hoffen, dass alles gut wird, denn moomoc verlässt sich auf statistische Daten und diese besagen, dass so ein Einzelereignis passieren kann – aber das dann wieder die Normalität einkehrt. Auf Hoffen oder Glauben kann man jedenfalls keine funktionierende Investment Strategie aufbauen. Weder mit dem eigenen Geld noch mit fremden Geld.

Fazit

Haben Sie einen Investment Plan? Wissen Sie, welche Aktien Sie wann kaufen oder verkaufen? Wissen Sie, wie viele Aktien Sie kaufen? Nein? Dann haben Sie keinen Plan, denn ohne diese Aspekte zu beachten, wird es nicht funktionieren. Sie werden Geld verlieren, denn ohne Strategie werden Sie keine nachhaltigen Gewinne machen. Börse ist nicht einfach. Weder mental noch fachlich. Selbst ein guter Plan ist zu wenig, wenn man sich nicht daran hält. Daher tut man gut daran, sein Geld Menschen anzuvertrauen, die Spezialisten sind und die wissen, was sie tun. moomoc hat mehrere solche Pläne oder Strategien, die Sie mit einem Mausklick zu sich nach Hause holen können. Es sind Pläne oder Strategien, die statistisch geprüft wurden und die transparent sind. Wählen Sie einen oder mehrerer dieser Pläne (Aktienstrategien) nach Ihren eigenen Präferenzen. Und meiden Sie Menschen, die Ihre Investitionsentscheidungen an „hoffen und glauben“ festmachen.

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