moomoc Börsengeflüster (2018-07-04)

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Heute ist der 4. Juli – Independence Day – und die US Börsen haben geschlossen. Zeit um in Ruhe einen Blick auf das Geschehen an den Märkten zu werfen. Gestern – am Dienstag haben Dow Jones & co in den letzten Handelsminuten starke Kursrückgänge hinnehmen müssen. Scheinbar wollten sich die Marktteilnehmer über den Feiertag nicht festlegen und gingen teilweise in Cash. Erneut zeigt sich, dass die verhältnismäßig ruhige Entwicklung des Jahres 2017 längst der Vergangenheit angehört und das nun endlich wieder normale Börsenzeiten mit höheren Volatilitäten (Schwankungen) angebrochen sind.

Verantwortlich dafür sind mehrere Faktoren: die Zinsen steigen, vor allem in den USA. Die USA und China legen sich in Sachen Handelsstreit miteinander an. Und Trump schießt auch gegen die EU und will Zölle vor allem auf Autos, was den Deutschen wiederum im Speziellen zu schaffen macht. Ein stabiles Umfeld sieht anders aus.


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Andererseits brummt die US Wirtschaft wie selten. Die Einzelhandelsumsätze ziehen an, die Immobilienmärkte boomen. Die Arbeitslosenquote ist historisch niedrig. Diese Faktoren auf der Haben Seite sind es mit Sicherheit, die die Märkte weiterhin auf hohem Niveau halten. Damit zeichnet sich für zukünftige Entwicklungen mit hoher Wahrscheinlichkeit folgendes Bild: die Weltwirtschaft hat Sand im Getriebe, doch manche Länder (USA) können sich (noch) diesem Trend widersetzen. So ist auch zu erklären, warum sich die großen Indizes, in denen die Weltkonzerne enthalten sind, derzeit schlechter entwickeln als diverse Small Cap Barometer, in denen regional und national tätige Firmen enthalten sind. Und dieser Trend wird sich in den nächsten Monaten vermutlich fortsetzen.

Die Währungen verlaufen in diese Phase relativ ruhig. Der EUR/USD notiert seit Wochen zwischen 1.18 und 1.15. Öl ist wieder deutlich gestiegen und Gold moderat gefallen. Bitcoin? Aktuell bei 6.472 USD. Also in der Nähe seines 6 Monatstiefs.

Alles in allem scheint es ein relativ ruhiger Sommer zu werden. Die Märkte tendieren seitwärts. Die Euphorie ist raus – was gut ist und uns vor Übertreibungen schützt.

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