Was ist das High Watermark Prinzip? Ein Gebührenüberblick bei Vermögensverwaltungen

High Watermark Prinzip Berechnung der Performance Gebühr

Neben einer jährlichen Verwaltungsgebühr kommt bei moomoc, dem weltweit ersten Aktien Robo Advisor auch eine sogenannte Performance Fee – oder Deutsch: Gewinnbeteiligung – zur Anwendung.

Dabei wird eine sogenannte High Watermark verwendet, die Anleger davor schützt, zu viel oder doppelt an Gebühren zu bezahlen. Wie dieses High Watermark Prinzip funktioniert erklären wir in den folgenden Absätzen.

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Arten von Gebühren bei einer Vermögensverwaltung

Anders als bei Fonds, bei denen oftmals viele verschiedene Kostenblöcke zur Anwendung kommen – genannt werden sollen hier Begriffe wie Ausgabeaufschlag, direkte Beratungskosten, Depot Kosten, Kick Backs oder Abwicklungsgebühren bei Auflösung des Investments – gibt es bei moomoc nur zwei Kostenblöcke, die man beachten muss. 

Wir unterscheiden zwischen einer Verwaltungsgebühr (Management Fee) und einer Gewinnbeteiligung (Performance Fee).

Performance Fee

Auf die Management Fee wollen wir nur kurz eingehen, denn deren Grundprinzip ist einfach erklärt. 

Die Performance Fee oder Gewinnbeteiligung besprechen wir etwas ausführlicher, denn hier gibt es auf einen besonderen Umstand zu achten, nämlich auf die High Water Mark. 

Wie das High Watermark Prinzip zu verstehen ist, wie eine High Watermark Berechnung aussieht sowie eine genaue High Watermark Defintion – über all diese Punkte sprechen wir in diesem wichtigen Beitrag. 

Wir beginnen dabei mit der Verwaltungsgebühr.

Die Management Fee

moomoc verfolgt einen aktiven Investment Ansatz. 

Das bedeutet, dass die Aktienmärkte täglich nach den besten Investitionsgelegenheiten abgesucht werden. Für diesen täglichen Depotcheck, der die Renditechancen merklich verbessert, kommt eine Management Fee (Verwaltungsgebühr) zur Anwendung. 

Verwaltungsgebühr

Die Höhe dieser Gebühr wird mit dem verwalteten Vermögen in Relation gesetzt.

Werden beispielsweise Euro 10.000 mit moomoc angelegt, beträgt die jährlich zu zahlende Management Fee 200 Euro (brutto – also bereits inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer).

Diese 200 Euro werden nun täglich aliquot von den Kundenkonten abgezogen. Täglich bedeutet, dass der abzubuchende Gesamt-Betrag durch 252 Tage geteilt wird, da dies der üblichen Anzahl der Geschäftstage pro Jahr entspricht. 

Teilt man nun 200/252, erhält man einen Betrag von Euro 0,79 der pro Tag einbehalten wird. 

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass vorangegangenes Berechnungsbeispiel nur theoretisch richtig ist, denn der Kontostand wird nicht an jedem einzelnen Tag exakt 10.000 Euro betragen.

Die Methodik der täglichen Abgrenzung ist jedenfalls die fairste Art der Berechnung, denn natürlich schwankt der Kontostand ebenso täglich. 

Somit ist gewährleistet, dass stets der korrekte Betrag vergebührt wird und man vermeidet eine zu hohe Belastung. 

Kümmern muss man sich bei moomoc als Kunde aber nicht darum, denn der Abzug der Verwaltungsgebühr wird automatisch von der depotführenden Stelle (Interactive Brokers) vorgenommen.

Damit der Gebührenabzug auch buchhalterisch und steuerrechtlich korrekt abläuft, bekommen alle Kunden der moomoc Vermögensverwaltung am Ende des Monats eine entsprechende Rechnung per Email zugesandt, bei der die bezahlten Gebühren sowie die enthaltenen Steuern exakt ausgewiesen werden.

Die Performance Fee - Gewinnbeteiligung

Die Peformance Fee (oder Gewinnbeteiligung) ist eine erfolgsabhängige Gebühr, die bei moomoc dann zur Anwendung kommt, wenn am Quartalsende für den Kunden Gewinne erzielt wurden und es dabei zu neuen Höchstständen des verwalteten Anlegervermögens kommt. 

Wie wir einleitend bereits kurz erwähnt haben, wird dabei das sogenannte High Watermark Prinzip angewendet

Gleich vorweg: die High Watermark ist etwas Gutes und sie garantiert eine faire Behandlung der Kunden und vermeidet zu hohe belastungen. 

Die High Watermark muss man sich dabei als Markierung oder Messlatte vorstellen. 

Wie das funktioniert besprechen wir gleich doch zunächst wollen wir eine Definition des Begriffs durchführen. 

High Watermark Definition

Übersetzt ins Deutsche bedeutet High Water Mark eigentlich Hochwassermarke. 

Gemeint ist aber Höchststand – genau genommen der bisher höchste Stand des verwalteten Kundenvermögens. 

Eine, wie sie sich sicher denken können, nicht unwesentliche Größe bei einer jeden Vermögensverwaltung. 

Sprechen wir nun über das High Watermark Prinzip.

High Watermark Prinzip

Das High Watermark Prinzip lautet: der höchste Kapitalstand von jedem moomoc Kundenkonto wird „eingefroren“ oder vorgemerkt und dient als Maßstab für die Berechnung einer weiteren Performance Fee

Erst wenn diese Messlatte (die letzte High Watermark) erneut überschritten wird, wird eine neue High Watermark festgesetzt

Der Manager des Kundenkontos bekommt also erst dann wieder eine Gewinnbeteiligung ausbezahlt, wenn er gute Arbeit leistet und das Geld seines Kunden aktiv vermehrt. 

Basis dieser High Watermark Berechnung ist bei moomoc das Ende des jeweiligen Quartals (zum Handelsschluss). 

Höchststände, die dazwischen erreicht werden, zählen nicht.

High Watermark Berechnung

Wie funktioniert die High Watermark nun in der Praxis? 

Stellen sie sich vor, sie beginnen ihre Anlage bei moomoc ab dem 1. August mit einem Betrag von Euro 50.000. 

Am 30. September, also zum nächsten Quartalsende, beträgt ihr Kontostand 55.000 Euro. 

Für die Gewinne von 5.000 Euro wird nun die Gewinnbeteiligung fällig und der Höchststand ihres Kontos (Euro 55.000) wird die High Watermark und damit die neue Messlatte für weitere Gewinne.

Im darauf folgenden Quartal mit Stichtag Ende Dezember läuft es nicht so gut und das Konto schließt bei 52.000 Euro. 

Natürlich wird dann keine Gewinnbeteiligung fällig, weil keine Gewinne erzielt wurden. 

Die High Watermark liegt nach wie vor bei 55.000 Euro.

Im ersten Quartal des Folgejahres geht die Entwicklung wieder nach oben. 

Ende März zeigt ihr Konto 54.000 Euro an. 

Ein Zuwachs um 2.000 Euro seit dem letzten Quartalsende. 

Da ihr Konto aber schon einmal auf 55.000 Euro am Ende eines der Vorquartalende stand und sie dafür auch schon einmal die Gewinnbeteiligung bezahlt haben, fällt auch in diesem Fall keine neuerliche Belastung aus dem Titel Performance Fee an.

Danach geht es weiter aufwärts und am Ende des Quartals haben sie 57.000 Euro auf ihrem Konto. 

Da sie für 55.000 Euro bereits Gewinnbeteiligung bezahlt haben, kommt bloß auf den Überschuss von 2.000 Euro die neue Gewinnbeteiligung zur Anwendung. 

Gleichzeitig werden die 57.000 ihre neue High Watermark.

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High Watermark Beispiel

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Daher nochmals ein High Watermark Beispiel ohne Zahlen, dafür aber grafisch aufbereitet.

Am Ende von Quartal 1 wird ein Höchststand des Kapitals verzeichnet. 

Dafür fällt eine Gewinnbeteiligung (Performance Fee) an. 

Gleichzeitig wird dieser Kapital Höchststand vorgemerkt oder „eingefroren“ (High Watermark 1) und dient künftig als Messlatte für weitere Gewinne. 

In den Quartalen 2, 3 und 4 wird diese High Watermark 1 nicht mehr überschritten, daher wird auch keine Gewinnbeteiligung in Rechnung gestellt. 

Erst in Quartal 1 des Folgejahres kommt es zu einem weiteren Anstieg des verwalteten Vermögens und damit auch zu einer neuen High Watermark 2. 

Die Gewinnbeteiligung (Performance Fee) wird somit am Ende von Quartal 1 des Folgejahres aus der Differenz der High Watermark 1 und der High Watermark 2 ermittelt.

User Account

Ist diese Art der Berechnung selbstverständlich? 

Ja. Eigentlich schon. Trotzdem wird das High Watermark Prinzip nicht in allen Fällen am Markt in dieser Form praktiziert. 

Der Fairness halber muss man aber sagen, dass andere Finanzprodukte (zb. Zertifikate, Fonds) eine High Watermark Berechnung nur schwer genau so darstellen können. 

Bei moomoc ist der große Vorteil, dass sogenannte Managed Accounts (also gemanagte Einzel Kundenkonten) verwendet werden. 

Damit wird jedes Kundenkonto separat geführt und auch separat berechnet und so hat jeder Kunde seine persönliche High Watermark.

Bei Fonds oder fondsähnlichen Produkten landen alle Kundengelder hingegen in einem großen Topf und eine getrennte Berechnung ist unmöglich. 

Daher wird eine High Watermark für den ganzen Fonds (Zertifikat etc.) festgelegt, der für alle Kunden gilt, unabhängig von deren persönlichen Rendite-Entwicklung.

In weiterer Folge helfen sich diese Anbieter oft damit, beispielsweise die High Watermark einmal im Jahr wieder zu löschen. 

Für den einzelnen Kunden kann das, im Gegenzug zu einem Managed Account, Vor- oder Nachteile mit sich bringen. 

Details entnehmen sie bitte den jeweiligen Fondsprospekten oder fragen sie einfach ihre Bank oder ihren Finanzberater, wie und ob das High Watermark Prinzip bei ihren Produkten Anwendung findet, wenn eine Performance Gebühr (Gewinnbeteiligung) vereinbart wurde.

High Watermark Risiken

Alles was Vorteile hat, kann auch Nachteile haben. 

Das gilt auch für das High Watermark Prinzip. 

Grundsätzlich ist der Gedanke einer High Watermark Berechnung fair. 

Erst dann, wenn neue Gewinne gemacht werden, kommt eine neue Gewinnbeteiligung zur Anwendung.

Doch die Kehrseite? Der Fondsmanager könnte geneigt sein, einerseits den Handel kurz vor Quartalsende einzustellen, um eine bereits erreichte neue High Watermark sicher (für sich) zu monetarisieren. 

Andererseits könnte ein Fondsmanager mehr oder zu viel Risiko eingehen, um noch eine neue High Watermark zu schaffen. 

Sie können sich vorstellen, dass beide Möglichkeiten doch einige Nachteile für den Anleger mit sich bringen.

Die gute Nachricht lautet, dass so eine Vorgehensweise nur dann möglich ist, wenn die Investment Entscheidungen einerseits nicht exakt regelbasiert sind und andererseits, wenn der aktive Investmentprozess nicht computergestützt abläuft.

Die moomoc Algorithmen arbeiten täglich und unermüdlich zum Wohle der Kunden. 

Überlegungen, ob man den Handel nun besser einstellt oder ob man das Risiko erhöhen sollte, um um jeden Preis noch eine neue High Watermark zu erreichen, werden dabei keine angestellt. 

Der Computer hat seine Regeln, seine Vorgaben, und führt sie unbeeindruckt von einer High Watermark aus, während die Menschen bei moomoc darauf achten, dass dabei keine Fehler passieren und die Computer ihrem Job reibungslos nachgehen können.

Fazit High Watermark

Die High Watermark schützt den Anleger davor, zu viel an Gebühren zu bezahlen. 

Sie ist transparent, nachvollziehbar und fair und bei moomoc muss sich der Kunde diesbezüglich um nichts kümmern, da alle Beträge von der depotverwaltenden Stelle (Interactive Brokers).

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