Börse 2018 – Zahlen, Daten & Fakten eines ganz besonderen Jahres

Invest-Small

Das US Börsenjahr 2018 wird als sehr ungewöhnliches Jahr mit vielen Superlativen in die Geschichte eingehen, so viel ist kurz vor dem Jahreswechsel bereits sicher. Doch was war geschehen? Zunächst eine kurze Zusammenfassung mit Stand 26.12. (vor Börseneröffnung)

Zu Beginn des Börsenjahres starteten die Märkte voll durch. Es hatte den Anschein, als ob die Party, die bereits die Jahre 2016 und 2017 lief, weitergehen sollte. Doch mit Ende Januar gab es wie aus dem Nichts den ersten Einbruch. Es folgte ein volatiler Februar und ein März und April, in denen es erneut kräftig nach unten ging. Von Mai bis Anfang Oktober war es dann wieder sehr ruhig und die Kurse liefen ohne starke Schwankungen nach oben. Die alte Börsenweisheit „Sell in May…“ war also 2018 nicht wirklich hilfreich.

Und dann kam der Oktober und alles wurde anders. Ausgelöst von einigen Faktoren wie dem Handelsstreit USA vs. China, dem Brexit und ganz allgemein Trumps Eskapaden verloren die US Börsen wie aus heiterem Himmel zwischendurch mehr als 10%. Im November starteten die Märkte dann eine Aufholjagd und man durfte noch auf eine Weihnachtsrally hoffen. Doch der Dezember schlug dem Fass dann den Boden zur Gänze aus. Mit Stand 26.12. (vor Börseneröffnung) blieb ein Scherbenhaufen mit noch nie (!) dagewesenen Verwerfungen. Nachfolgend einige Zahlen, Daten & Fakten dieser Misere.

– Der 24.12 wies im S&P 500 mit einem Tagesminus von 2.71% die schlechteste Weihnachtsperformance (!) aller Zeiten auf.
– Im Vergleich dazu wurde die zweitschlechteste Weihnachtsperformance des S&P 500 im Jahr 1985 verzeichnet, als der Markt 0.69% nachgab. Das ist im Vergleich zu 2018 zu vernachlässigen.
– Auf Monatssicht Dezember ist der Markt 14.82% im Minus. Das ist das größte Dezember Minus aller Zeiten (!) – auf Platz 2 liegt übrigens der Dezember 1931 also ein Datum mitten in der Weltwirtschaftskrise…
– Die Performance des Marktes für 2018 liegt bei – 12.06%. Das ist das mit abstand schlechteste Jahr seit 2008, wo der Markt auf Jahresssicht 38.49% einbüßte.
– Das Jahreshoch des S&P 500 wurde am 21. September erreicht. Von dort aus betrug der Drawdown bis heute -20.06%
– Auch der Dow Jones (-14,67%) und die Nasdaq (15.52%) zeigen eine ähnlich schlechte Performance.
– Auf Sektoren Basis sind alle 11 Sektoren 2018 negativ. Am schlimmsten erwischte es den Energiesektor mit einer negativen Entwicklung von -31.24%.

Es ist somit ein Jahr der (negativen) Superlativen, das sich durch alle Märkte und Länder zieht. Nirgendwo konnten sich die Aktienmärkte dem Sog widersetzen. Wir sind somit nach vielen Jahren mit steigenden Kursen in einem Bärenmarkt angelangt. Doch was bedeutet das?

– Von einem Bärenmarkt spricht man, wenn der Kurs einer Asset Klasse oder eines einzelnen Wertpapiers um mehr als 20% von seinem letzten Hoch gesunken ist (= max. Drawdown größer 20%) – eine normale Korrektur ist im Vergleich ein max. Drawdown größer 10%
– Ein Bärenmarkt dauert im Durchschnitt 13 Monate (gemessen seit dem 2. Weltkrieg).
– Durchschnittlich verlieren Aktien in einem Bärenmarkt 30.4% an Wert.
– Die Erholungszeit der Aktien, also bis wieder neue Höchststände erreicht werden, beträgt durchschnittlich 22 Monate.
– Seit dem 2. Weltkrieg gab es 11 Bärenmärkte – gerade jetzt befinden wir uns im 12ten.

Quelle: Recherche Internet & eigenen Daten

Wie wird es in 2019 weitergehen? Werden die Börsen weiter fallen oder kommt es zu einer breiten Erholung? Wenn man das wüsste. Niemand kennt die Zukunft, daher ist es um so wichtiger, einem regelbasierten Investment Ansatz zu folgen, der Emotionen außen vor lässt. Denn gerade in Zeiten, in denen die Börsen fallen, benötigt man einen kühlen Kopf.

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